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| 802 | Erste Nennung Erste Nennung Hüstener Bürger in einer Urkunde des Klosters Werde. Sie sind Zeugen einer Schenkung, bei der Besitzungen eines Mörders dem hl. Ludger, dem Abt des Benediktinerklosters Werden und späteren Bischofs von Münster, zugesprochen werden. Nach dieser Urkunde sind ein Gericht und die Missionstätigkeit mit Gründung einer Pfarrei in Hüsten gesichert. |
| 12. Jahrh. | Kirchliche Abhängigkeiten Alle Ortsteile der heutigen Stadt Arnsberg sind von Hüsten kirchlich abhängig. |
| 1360 | Erhebung zur "Freiheit" Graf Gottfried IV. von Arnsberg erhebt das Dorf Hüsten zur "Freiheit". Der Ort, der nun "Arnsberger Stadtrecht" (außer Befestigungsrecht) hat, kann sich selber verwalten, erhält eigene Gerichtsbarkeit und einen Markt. |
| 1368 | Teil des Fürstbistums Köln Hüsten, das schon immer zur Erzdiözese Köln gehört hatte, wird Teil des Fürstbistums Köln (die Erzbischöfe werden Landesherren). Die Pfarrer von St. Petri sind Stiftsherren des Prämonstratenserklosters Wedinghausen. Beide Regelungen gelten bis zur Säkularisation 1803. |
| 1376 | Kettelburg Erstmalige Erwähnung der Kettelburg an der Röhr. Das Adelsgeschlecht, das sich ursprünglich "von Hüsten" nennt, wohnte lange im Haus Hüsten neben der St. Petri Kirche. |
| 1446 | Soester Fehde Im Kampf gegen den Landesherrn, den Kölner Erzbischof, zerstörten Bürger der Stadt Soest (Soester Fehde) das Dorf Lütke-Bruchhausen (Lage in Hüsten Ost). Auf Raubzügen plünderten sie Getreide und Vieh von Hüstener Feldern. |
| 1566 | "Freiheitsbuch" Bürgermeister und Ratsherren legen das "Freiheitsbuch" an, das bis 1834 fortgeführt wurde und in dem die wichtigsten Ereignissen aus der Freiheit, Grundstücks- und Erbverträge und Bürgerrechtsverleihungen eingetragen wurden. Das Freiheitsbuch ist eine der bedeutendsten Geschichtsquellen für die Freiheit Hüsten und ihre Bürger. |
| 1604 | Großbrand 28 Häuser und Höfe, das heißt fast alle Wohnungen und Ställe, brannten ab. |
| 1613 | Pest An der Pest starben fast die Hälfte der Einwohner Hüstens. |
| 1616 | Personenstandsaufzeichnungen Erste Personenstandsaufzeichnungen wurde im Pfarrarchiv von St. Petri vorgenommen. |
| 1635 | Dreißigjähriger Krieg Bis 1637 wurden wegen der "Tumulte des Krieges" (des Dreißigjährigen) keine Eintragungen im Kirchenbuch vorgenommen. Pestepedimien, Besatzugen durch Schweden und Hessen und Hungersnöte führten zur Verminderung der Einwohnerzahl. |
| 1657 | Schützenbruderschaft Die "Schützenbruderschaft unter dem Schutz des Heiligen Geistes von 1435" wurde erneuert. |
| 1676 | Schnadegang Der erste nachweisliche Schnadegang in Hüsten wurdedurchgeführt. |
| 1756 | Siebenjährigen Krieg Im Siebenjährigen Krieg bis 1763 wurde Hüsten duch Einquartierungen und Futterageablieferungen schwer geschädigt. |
| 1807 | Großbrand Ein Großbrand zersörte die Freiheit Hüsten. Der Ort erhielt das heutige Straßennetz. |
| 1837 | Amtes Hüsten Die 16 Gemeinden der drei Kirchspiele Hüsten, Voßwinkel und Enkhausen wurden zu dem Verwaltungsbezirk des Amtes Hüsten zusammengefasst. |
| 1839 | Walzwerk Das Hüstener Walzwerk wurde gegründet (bis 1966). |
| 1843 | Auflösung der Markengenossenschaft Die jahrhundertealte Markengenossenschaft der Hüstener Bürger wurde aufgelöst. |
| 1870 - ca. 1900 | Carolinen-Hospitals / Ruhr- und Röhrtalbahn Der Bau des Carolinen-Hospitals als Stiftung der Familie von Fürstenberg, die erste Fahrt der Ruhrtalbahn (1870), die Ruhr-Lippe und der Röhrtalbahn (um 1900) kündigten ein neues Zeitalter für Hüsten an. |
| 1932/33 | Heilig-Geist-Kirche Mit der Heilig-Geist-Kirche wurde die zweite katholische Kirche in Hüsten gebaut. |
| 1945 | Zweiter Weltkrieg Nachdem während des Zweiten Weltkrieges Bomben (vor allem auf Unterhüsten) Tod und Zerstörung gebracht hatten, strömten nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschen Reiches (1945) viele Ostvertriebene nach Hüsten, die Schützenhalle war jahrelang Flüchtlingslager |
| 1951 | Evangelische Kirche Die erste evangelische Kirche wurde eingeweiht. |
| 1975 | Kommunalen Neugliederung Nach der kommunalen Neugliederung von 1975 gehört Hüsten zur Verwaltungseinheit Stadt Arnsberg. |